Keine Norderneyer Spezialität

Februar 6, 2010 von fwnorderney

„In der Verfassungswirklichkeit der Gemeinden findet zunehmend eine Entmachtung der ehrenamtlichen Gemeinderäte zugunsten der hauptamtlichen Verwaltung statt. Dies läßt sich mit dem Informationsvorsprung und der Fachkenntnis der Verwaltung, den unzulänglichen Informationen sowie mit fehlenden Kontrollmöglichkeiten der Gemeinderäte erklären. Erfolgreiche Kontrolle setzt jedoch ausreichende Informationen voraus.“
(Claudia-Simone Rohde, Der Gemeinderat als Kontrollorgan, Informationsrechte und Akteneinsicht in Baden-Württemberg)

Dazu unsere Anmerkung: Die Mitglieder der FWN fordern immer wieder vom Bürgermeister im Rahmen ihrer Rechte den Zugang zu allen Informationen und Vorgängen, die die Stadt Norderney betreffen, um Sachverhalte eigenverantwortlich prüfen und beurteilen zu können. Der Bürgermeister unterliegt dabei eindeutigen Verpflichtungen gemäß  einschlägiger Rechtsvorschriften. Käme er diesen nicht nach, verstieße er gegen Recht und Gesetz.

Für ein Ratsmitglied sollte es selbstverständlich sein, dass es immer auch einen Einblick in die Primärquellen von Informationen, Darstellungen, Berichten oder Stellungnahmen der Verwaltung (wie in der letzten Schul-/Bauauschuss-Sitzung geschehen!) verlangt.  Nur so kann es seine Kontrollmöglichkeiten ordnungsgemäß wahrnehmen.

Fragen zu stellen heißt also nicht, den Bürgermeister in  seinem oft auch schwierigen Amt oder die Arbeit einzelner Mitarbeiter der Stadt  “in Frage zu stellen”.  Allerdings stellt ein Bürgermeister sich selbst in Frage, wenn er seinen Informations- und Unterstützungspflichten gegenüber einzelnen Ratsmitgliedern oder dem gesamten Rat nur nach eigenem Gutdünken zu folgen bereit ist.  Wir wollen keine bloße Informations”vermittlung” sondern eine lückenlose Informations”erteilung”.  Nur so können wir unsere politischen Pflichten erfolgreich erfüllen. Daran lassen wir nicht rütteln!

Das Zitat der Woche von einem Weitsichtigen aus naher Vergangenheit

Februar 6, 2010 von fwnorderney

George Orwell:

In dieser Zeit der universellen Täuschung ist die Wahrheit zu sagen ein revolutionärer Akt.
Freiheit ist die Freiheit zu sagen: 2+2=4!

Wie wahr. Für alle, die an uns glauben.

Nachdenken erlaubt!

Januar 29, 2010 von fwnorderney

Die Mitglieder der FWN waren, sind und bleiben überzeugte Anhänger des Erhalts der Grundschule. Allein das war unser Motiv, tätig  zu werden.

Wir veröffentlichen eine der uns zugegangenen E-Mails auch zu dieser Thematik unkommentiert und ungekürzt. Unseren politischen Kontrahenten sei hiermit gesagt, dass nicht JEDER Bürger auf die gegen uns gerichtete Kampagne „Haltet den Dieb!“ hereinfällt.

Hier die E-Mail:

“Zurück zur Insel

Sollte hier nicht durch diese ad hoc In House in Auftrag gegebene TDN Ausarbeitung ( oder schnelle Kosteneinschätzung )  vom  BgM allen “Widersachern” seiner Idee ( und die anderer Leute) einer  Umfunktionierung der Schule  möglichst schnell der Wind aus den Segeln genommen werden ?
Jetzt ist das alles sogar nicht einmal mehr so hochgradig baufällig – wer verar…. hier eigentlich wen ? Nun ist nur noch der Uhrenturm dran  vorm Herunterfallen bewahrt zu werden..

Früher war ein Handwerker nach jedem Sturm unter dem Dach … da wurde auch noch instand gehalten und nicht planmässig mit oder durch Tatenlosigkeit heruntergewirtschaftet.

Traurig und Schade dass derzeit bei ihren Planungen diese Menschen auf völlig falschen Einschätzungen der real existierenden Nutzung des Gebäudes ihre Zielsetzung aufgebaut haben und dieses ganze Szenario selber vom Zaum gebrochen haben. Die selbst sind doch die Urheber der allgemeinen Verstimmung .

Jetzt haben sie es geschafft sich auch noch erfolgreich aus der Affäre ziehen zu können…!? Man könnte fast  gratulieren…aber nur fast.
Komisch , bereits am letzten Sonntag als ich den Sitzungstermin las, habe ich genau dieses Szenario BGM / TDN usw. prognostiziert.  ”Wie komme ich da mit Gewinn und nicht nur ohne Gesichtsverlust wieder raus ” !

Schade dass nicht alle merken ( wollen ) was da eigentlich wirklich los ist.

Hauptsache die mehreren hundert ! Kinder bleiben ordentlich versorgt und die Lehrkräfte können weiter Ihre gute Arbeit ( und vieles mehr ) machen.

Wenn die Raumnot im Grundschulgebäude noch größer wird und weitere Doppelbelegung erfolgen muß müssen private Engagements in andere Räume ausweichen. Z.Bsp. kann die Stadt diese ins  HDI umsiedeln.

Für den Erhalt des Uhrenturms sollten die Bürgervereine usw. sammeln – das Entfernen klingt wie Amputation  und es wäre eine markante erhabene Stelle zur Demonstration eines “So nicht mit uns ” -.

Mit modernen Mitteln sollte eine Alternative zu finden sein – wenn man es denn will. Woanders basteln sie doch auch mit Leichtbau und Riemchen neue Fassadenvorbauten.

Wir sollten wissen was die Stunde der Schuluhr geschlagen hat.”

Die Antwort des NoMo-”Chefredakteurs”

Januar 29, 2010 von fwnorderney

Diese E-Mail veröffentlichen wir wunschgemäß ungekürzt und unkommentiert auf unserer Homepage. Möge jede Leserin und jeder Leser sich ihren/seinen eigenen Teil dabei denken. Kritisches Nachhaken ist ausdrücklich NICHT VERBOTEN!

Freie (!) Wählergemeinschaft Norderney.

——– Original-Nachricht ——–
Datum: Thu, 28 Jan 2010 16:07:42 +0100
Von: Fischpresse GbR
An: Manfred Plavenieks
Betreff: Damspiegelung und FWN

Herr Plavenieks,
unsere Darmspiegelungs-Überschrift war volle Absicht und wir haben uns sehr über die Publicity im Spiegel gefreut und viel darüber gelacht. Zum besseren Verständnis: Es handelt sich um Humor. Der Kommentar von Frau leidig trifft genau den Punkt und nicht den Unterleib. Von Fehlgriff kann aus unserer Sicht keine Rede sein.

Das Verhalten der so genannten Freien Wähler strotzt hingegen nur so von Fehlgriffen. Und das Verhalten dre Freien Wähler mit Blick auf die Grundschule ist geradezu lächerlich. Ich darf Sie darauf aufmerksam machen, dass einige Textmeter unter dem aktuellen Hickhack um E-Mailverkehre und Tritte in den Unterleib “Hannen wech van uns School” auf Ihrer Internetseite zu lesen steht. Damit war ja wohl die Grundschule gemeint.
Jetzt streiten Sie die Korrektheit eines Gutachtens ab, das genau Ihrer Meinung Recht gibt. Die Freien Wähler und vor allem Sie und Ihr Kollege Moroni sind einfach dagegen. Egal, gegen was.
Und Sie verbergen ihre eigene Absicht, Aufmerksamkeit erzeugen zu wollen – und nur darum geht es Ihnen – hinter einer Unterdrückungs-Attitüde.

Man muss fürchten, dass Sie bald den bewaffneten Widerstand aus dem Untergrund beginnen.

Und nachdem meine letzte E-Mail an ihren Kollegen Moroni seine Unterstützung einer als rechtsradikal eingestuften Zeitung betreffend ungefragt veröffentlicht wurde, was ein ungeheurer Vorgang ist, erlaube ich es Ihnen diesmal ausdrücklich, mit der Auflage, den Inhalt dieser Mail ganz zu veröffentlichen. Ich stehe zu jedem Wort.

Mit freundlichen Grüßen, Dirk Kähler Fischpresse GbR

Poststraße 1 ,26548 Norderney,Fon 04932 99 18 99, Fax 04932 99 18 79

www.norderneyer-morgen.de
www.he-norderney.de

Gesellschaft bürgerlichen Rechts
Sitz der Gesellschaft: Norderney
Geschäftsführung: Dirk Kähler und Anja Pape

Was darf ein Zeitungskommentar?

Januar 28, 2010 von fwnorderney

„Norderneyer Morgen“ heute: Ein Kommentar wie ein Tritt in den Unterleib

Das Nachrichtenmagazin „DER SPIEGEL“ Ausgabe 53/2009, hatte in seinem „Hohlspiegel“, in dem journalistische Fehlgriffe humorvoll auf die Schippe genommen werden, auf Seite 150 die Schlagzeile „Darmspiegelung macht wieder Spaß“ aus dem „Norderneyer Morgen“ zitiert. Kann passieren, dass man missverstanden wird, eigentlich: Schwamm drüber!

Was Verena Leidig in ihrem Kommentar „Wir sind nicht vor Gericht“ auf Seite 4 des „Norderneyer Morgens“, vom 28.01. 2010, als Redakteurin äußert, ist aber alles andere als die Bündelung etlicher, bei ihr immer wieder vorkommender Flüchtigkeitsfehler. Auch für Medienvertreter muss bei allem Vorbehalt gegenüber einzelnen Lokalpolitikern die Berufsehre dazu führen, dass man so objektiv wie es geht berichtet. Schreibt der Pressevertreter oder die Pressevertreterin zu dem Sachbericht auch noch einen Kommentar, macht er oder sie deutlich, dass hier eine persönliche Meinung vorgetragen wird. Dieser Kommentar darf, ja manchmal muss er sogar bissig sein. Aber auch hier gibt es Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.

So führt Frau Leidig wortwörtlich in einer Passage aus: Der Bericht der Technischen Dienste (TDN) sei kein unabhängiges Gutachten, mäkelte Hayo Moroni. Er sei nicht von ausgewiesenen Fachleuten erstellt. Sein Fraktionskollege Manfred Plavenieks sprach sogar von einem „Auftraggebereffekt“ und unterstellte den TDN-Mitarbeitern damit korruptes Verhalten.

Das ist kein schmunzelnd zu registrierender Fauxpas wie „Darmspiegelung macht wieder Spaß“ (siehe oben). Bei dieser Darstellung handelt es sich um pure Meinungsmache ohne Rücksicht auf Wahrheitsgehalt. Hier wird, auch wenn es eine subjektive Darstellung in einem Kommentar ist, ein objektiv darzustellender Sachverhalt ins Gegenteil verkehrt. Im vorab: Ich war und bin überzeugt davon, dass die bei der Stadt Norderney bediensteten Arbeiter, Angestellten und Beamten ihre Berufe fast ausnahmslos nach bestem Wissen und Gewissen verrichten. Das dort, wo gearbeitet wird, auch Fehler gemacht werden, ist eine geläufige Binsenweisheit! Wer wollte mir, der sich selbst bei dem vorhergesagten einschließt, da ernsthaft widersprechen?

Ich habe, auch auf Nachfrage, während der genannten Sitzung ausgeführt, dass jedes Gutachten einem „Auftraggeber-Effekt“ unterliegt. Erklärend habe ich hinzugefügt, dass es immer darauf ankommt, was und wie man etwas dargestellt haben will: Beispielsweise sollen Mängel zielgerichtet beschrieben werden. Dabei kommt es darauf an, ob man sie als groß oder nur als klein betrachtet wissen will. Die Mitarbeiter der TDN haben sich mit ihrem Sachstandsbericht zweifelsohne größte Mühe gegeben. Gegenüber ihrem Dienstherrn, dem Bürgermeister, sind sie nun aber einmal weisungsabhängig. Die Politiker haben dieses bei Wahrnehmung ihrer verbrieften Kontroll- und Aufsichtspflicht gegenüber der Verwaltung gemäß Niedersächsischer Gemeindeordnung zu berücksichtigen. Das ich laut Frau Leidig den TDN-Mitarbeitern damit korruptes Verhalten unterstellt haben soll, lässt mich an deren gesunden Wahrnehmungsfähigkeit, ausreichenden Rechtskunde und ihrer journalistischen Fairness zweifeln.

Hat die Kommentarschreiberin ernsthaft überlegt, was der Vorwurf der Korruption beinhaltet, nämlich Bestechung und Bestechlichkeit, Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung? Hier ist etwas mit flüchtiger Feder oder Druck auf die Tastatur des Computers geschrieben worden, was leider, leider der Wahrnehmung gebührender journalistischer Sorgfaltspflicht entbehrt.

Die „spaßmachende Darmspiegelung“ lässt grüßen.

Manfred Plavenieks,
Ratsherr (FWN).

E-Mail-Verkehr zwischen der FWN und dem Bürgermeister

Januar 27, 2010 von fwnorderney

Die zusammengefasste Sitzung der Ausschüsse für Soziales, Schulen und Kultur sowie Bauen und Umwelt in den Konferenzräumen 1 und 2 des „Hauses der Insel“ hatten am Dienstag, den 26. Januar 2010, das Hauptthema: „Grundschule – Information und Beratung“.

Die Sitzung leitete der stellvertr. Vorsitzende des „Schulausschusses“, Axel Stange. Über ihren Verlauf werden wir hier gesondert berichten. Aus Sicht der FWN/Budde war dieser Sitzung bereits ein nicht gerade freundlicher E-Mail-Verkehr mit dem Bürgermeister Ludwig Salverius vorausgegangen.

Die Gruppe hatte den Antrag vorgelegt, zur Vorbereitung auf diesen Termin die Ergebnisse des angekündigten  „Gutachtens“ über den baulichen Zustand und die erforderlichen Arbeiten bzw. entstehenden Kosten zu bekommen, weil man diese Informationen für den Austausch über den Sachstand in der Gruppensitzung am 25.01. 2010 benötigte.

Der Bürgermeister wies in seiner Antwort-E-Mail, für deren späte Sendung er sich wegen anderer Tätigkeiten entschuldigte, auf die Statements der Schulen und der Elternschaft sowie die Absprache innerhalb der letzten Verwaltungsausschuss-Sitzung hin, in der der Vortrag der Technischen Dienste Norderney zu den baulichen Aspekten auf der Sitzung angekündigt worden war. Der Antrag der FWN hatte sich damit für den Bürgermeister erledigt und er ging gar nicht weiter darauf ein.

Der Gruppenvorsitzende der FWN beantwortete die E-Mail des Bürgermeisters wiederum mit der Klarstellung, dass er den Antrag auf Auskunftverlangen (Anm.: So wie es die NGO auch vorsieht!) im Auftrage seiner Fraktion gestellt habe, da Klärungsbedarf zu diesem komplexen Thema noch vor der eigentlichen Sitzung gesehen würde. Wörtlich hieß es: „Uns ging es um die sachlichen Fakten, die wir ausgiebig beraten müssen, um eine verantwortliche Beurteilung vornehmen zu können. Diese fehlen uns, um die Thematik Grundschule mit ausreichender Information vorbereitend schon in der Fraktions- bzw. Gruppensitzung zu besprechen. Zu einer Beschlussfassung werden wir somit innerhalb der Ausschuss-Sitzung am 26.01. 2010 NICHT in der Lage sein.

Wortwörtlich antwortete der Bürgermeister:
„Sehr geehrter Herr Plavenieks,
die Sitzung dient in erster Linie der Vermittlung von Informationen. Entscheidungen werden nicht unbedingt erwartet. Überschaubare Sachverhalte werden aber sicher abgearbeitet werden können.
Informationen gibt es für alle Beteiligten zu gleicher Zeit. Wollen Sie der Auslöser dafür sein, wenn der Vorwurf unterschiedlicher Informationsbedienung erhoben wird? Die baufachlichen Aspekte können nur mit Erläuterung weitergegeben werden. Das sollte zu verstehen sein.
Im übrigen wusste ich gar nicht, dass sich ihre Gruppe um eine sachliche und verantwortliche Beurteilung bemüht. Beim Blick auf ihre Homepage erschließt sich mir dies nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Salverius.“

Das war also die Ausgangslage, mit der der Bürgermeister den geplanten Umgang mit den Mitgliedern der FWN/Budde in der Schulausschuss-Sitzung ankündigte. Die negativen Erwartungen, die man haben konnte, wurden dann aber noch bei weitem übertroffen. Dazu mehr im dazugehörigen Bericht auf dieser Seite.

Auf ein Gutes Neues Jahr 2010 für Norderney und seine Bürgerinnen und Bürger

Dezember 28, 2009 von fwnorderney

Liebe Leserinnen und Leser der Homepage der Freien Wähler(gemeinschaft) Norderney,

wir bedanken uns für Ihr Interesse in 2009. Die Besuche unserer Homepage, speziell dieses aktuellen Teils, zeigen uns, dass das Interesse an der Politik trotz aller Widrigkeiten, – auch auf unserer Insel -, noch nicht erlahmt ist. Über die Weihnachtsfeiertage haben wir uns ein wenig zurückgehalten, logisch – denn die Familien, Freunde und Bekannten müssen und sollen auch zu ihrem Recht kommen.

Jetzt, kurz vor dem Jahreswechsel, werden wir uns noch einmal alles Gute für 2010 wünschen. Im Fingerschnipp eines Menschenlebens ist Gesundheit sicherlich das höchste Gut, weil uns dieses ein etwas längeres Verbleiben im Miteinander vieler Menschen, die wir als geliebte Freunde oder nette Bekannte betrachten dürfen, auf dieser Erde ermöglicht.

Aber auch die, die uns nicht als Freunde oder nette Bekannte sehen können, teilen mit uns das Leben zur gleichen Zeit und sind uns damit ohne Einschränkung als Wegbegleiter verbunden.  Dafür werden wir immer den gebührenden Respekt aufbringen. Diese Einstellung wünschen wir uns auch von denen, die unsere Ansichten und Einsichten über das, was unserer Insel mit seinen Bürgerinnen und Bürgern guttut, nicht teilen können.

Die obige Grafik ist übrigens bewusst gewählt. Schlimm ist es, wenn der Mensch in gewissen Situationen der Selbstreflektion die Fähigkeit verliert, über sich selbst zu lachen. Dann nimmt er sich einfach zu wichtig und wird zwangsläufig entsprechende Enttäuschungen erleben. Wir hoffen für uns und wir wünschen es Ihnen, dass wir die positive Eigenschaft, die dem entgegensteht, bei aller Ernsthaftigkeit im Ringen um die bessere Entscheidung auch im Neuen Jahr behalten.

In diesem Sinne: Alles Gute, Gesundheit, Zufriedenheit und Glück für das Neue Jahr!

Die Ratsherrn der FWN/Budde und die Mitglieder der Freien Wähler Norderneys.

Hannen weg van uns’ School!

Dezember 5, 2009 von fwnorderney
Unsere Grundschule mit den Schulhöfen, Foto: Horst Wirdemann

Ein prachtvolles Gebäude, voller Tradition und ein sichtbares Zeichen gesunden Insulanerstolzes. Denkmalgeschützt ist es selbstverständlich auch. Eltern haben mit viel Liebe und Engagement einen wunderschönen Ost-Schulhof geschaffen. Gegründet auf Eigeninitiative mit ganz viel Herzblut. Da dürfte es doch eigentlich klar sein, dass man dieses Herzstück unseres Eilandes in der Substanz und in seiner traditionellen Nutzung hegt und pflegt. Oder?

Aber: Es soll ja in die Jahre gekommen sein. Da fallen gewaltige Sanierungs- und Reparaturkosten an! Bedenkliche Mienen beim Bürgermeister und den Politikern der “Einheitsfront”(SPD, CDU/WIN und F.D.P./ÖLi). Erst mal abwarten, was das Gutachten über den Zustand des Gebäudes aussagt. Von einer siebenstelligen Millionensumme ist die Rede. Bitte reden Sie nicht von jahrzehntelanger Vernachlässigung! Die schon bewilligten Fördergelder für eine neue Beleuchtungseinrichtung in den Schulklassen der Grundschule nehmen wir nicht in Anspruch, ” denn wer weiß, ob die Installation die geforderte Nachhaltigkeit der Maßnahme überhaupt erreicht”. Stattdessen stellen wir einen neuen Förderantrag. Diesmal für die KGS an der Mühle. Klar, der muss dann natürlich erst einmal geprüft und dann auch noch genehmigt werden.

Die Argumentation, dass “gutes Licht bessere Lernerfolge zeichnet” und damit das Geld für die Beleuchtungseinrichtungen in der Grundschule schon in den nächsten 4 Jahren gut angelegt sei, wird vom Vorsitzenden der (noch) größten Fraktion im Rat als purer Populismus der FWN abgetan.  Die FWN und die GRÜNEN haben sich in der Grundschulfrage positioniert. Was ist mit den Parteien der “Einheitsfront”? Irgendwelche Stellungnahmen in der Öffentlichkeit oder Vorstellung von Ideen? Bislang nichts – außer gehässige Bemerkungen und Ausfälle in nichtöffentlicher Sitzung gegenüber denen, die partout an der Grundschule festhalten wollen.

Nun soll das Thema vielleicht doch noch in die Öffentlichkeit. Nein, nicht zur Ratssitzung am 16.12. 2009, dann lieber in die erste Ratssitzung des Jahres 2010.  Nun denn. Wir garantieren schon eines: Diese Sitzung wird, was das Bürgerinteresse betrifft, aus allen Nähten platzen. Unser Vorschlag: Gehen wir dann doch gleich in das “Haus der Insel”, – solange es noch steht!

Adventszeit – besinnliche Zeit, aber was ist mit der Politik?

November 28, 2009 von fwnorderney

Unser kleiner Nikolaus, der weiß es nicht. Wir werden Ihnen ab dem 01. Dezember in loser Form Aussagen auf dieser Seite offerieren, die sicherlich jede und jeden, der sie liest, nachdenklich werden lassen. Kann es sein, dass die Halbwertzeiten von Wahlversprechen und deren Bruch  immer kürzer werden? Das manche politische Aussagen nur Buhlen um die Wählergunst und keineswegs ernst gemeint waren? Das man mit der Vergesslichkeit seiner Bürgerinnen und Bürger rechnet?

Dem halten wir die vor über zweitausend Jahren geäußerten Worte des Meisterredners Cicero entgegen, die er in der Verteidigungsrede für seinen Schützling Caelius an den Senat richtete: “Herrliche Kraft der Wahrheit, die sich trotz der Erfindungsgabe,  der Verschlagenheit und der Tücke der Menschen, trotz aller phantasiereichen Ausflüchte mühelos selbst zu verteidigen vermag!”

Wir glauben an die Wahrheit. So einfach ist das.

Ein bemerkenswerter E-Mail-Verkehr mit dem “NoMo”

November 24, 2009 von fwnorderney

Folgende E-Mails haben wir mit dem Redakteur des Norderneyer Morgens, Dirk Kähler, ausgetauscht. Wir sind der Meinung, dass die Öffentlichkeit sich eine Meinung über das Selbstverständnis journalistischer Arbeit bilden sollte. Hier der Wortlaut:

Guten Morgen Herr Kähler,

soeben habe ich die E-Mail in Kopie erhalten, die Sie an das FWN-Mitglied und den Ratsherrn Hayo Moroni geschickt haben. Sie erwarten also als FWN-Vorsitzender auch eine Reaktion von mir, denke ich.
Bevor ich explizit darauf eingehe, möchte ich Ihnen sagen, dass vor mir das Buch „Grundlagentexte zur Journalistik“ von Irene Neverla, Elke Grittmann und Monika Pater (Hrsg.) liegt. Dieses 776 Seiten starke Kompendium über die Grundlagen der Journalistik (!) wurde von der UVK Verlagsgesellschaft in Konstanz herausgegeben. Ich kann Ihnen das Studium dieses Buches nur wärmstens ans Herz legen, weil dort alles vermittelt wird, was den Journalismus in einer lebendigen Demokratie ausmacht. Martin Löffelholz sagt in einer Bestandsaufnahme: „Die Professionalisierung des Journalismus als Beruf, die etwa Mitte des 19. Jahrhunderts begann, provozierte Nachdenklichkeit – im besten Sinne.“ Und Hannes Haas sagt an anderer Stelle: „Eine der wichtigsten Aufgaben der Recherche betrifft auf der Makroebene von Journalismus die Suche nach Informationen für eine demokratische, offene Gesellschaft. Ziel muss die Aufklärung der Bürger und die Kontrolle von Macht sein.“ Bernd Blöbaum, 1992, sagt dazu: „Solange Journalisten die Möglichkeit haben, eigenständig Informationen zu sammeln und zu Themen zu verknüpfen, die der öffentlichen Meinungsbildung zur Verfügung gestellt werden, wird gewissermaßen ein Drohpotential aufrecht erhalten, prinzipiell jederzeit (d.h. unkalkulierbar) Themen auf die öffentliche Tagesordnung zu setzen, die nicht von organisierten Interessen ins Spiel gebracht sind.“ Recherchejournalismus setzt intensive, kritische Methoden ein, um Verborgenes ans Tageslicht zu bringen, um politische oder gesellschaftliche Missstände aufzudecken.

Ich weiß, dass die Anlegung solcher Maßstäbe für den Redakteur/die Redakteurin einer Lokalzeitung oder eines Anzeigenblattes sehr anspruchsvoll ist und trotzdem: Der einstige Direktor des Instituts für Journalistik und Kommunikatonswissenschaft an der Universität Hamburg, Dieter Roß, empfahl allen Kollegen und Kolleginnen sowie Studierenden, „immer wieder mit dem Kopf des anderen zu denken“, was eine überaus wohltuende Lebensweisheit für das berufliche und private Zusammenwirken ist. Genug der Zitate aus dem Grundlagentextbuch.

Die Essenz des journalistischen Wirkens auch auf Norderney kann nur sein, möglichst viele Informationen, die bewusst verborgen oder inhaltlich verdreht werden, der Öffentlichkeit ungefiltert (!) zur Verfügung zu stellen, damit das Volk, die Bürger, der Souverän eigenständig zu der einen oder anderen Meinung kommen kann.

Hayo Moroni hat in seinem Kommentar zum Artikel: „Haus der Insel – Erhalt kein Thema im Arbeitskreis“ nur darauf hingewiesen, dass dort eine solche grundsätzliche Übereinstimmung nicht herrscht. Er wies darauf hin, dass die Gruppe FWN/Budde den Antrag gestellt hatte, weiterhin auch parallel und alternativ zum geplanten Abriss auch über einen viel kostengünstigeren Erhalt des Hauses der Insel mit all seinen wichtigen touristischen Nutzungsfunktionen für Norderney nachzudenken und dazu auch eine Investoren- und Architektenausschreibung vorzunehmen. Die Gruppe FWN/Budde ist mit diesem Antrag unterlegen. All das ist auch auf unserer Homepage detailliert und überprüfbar nachzulesen. Journalistisch korrekt wäre es also gewesen, nicht von einer Übereinstimmung sondern von einem Mehrheitsentscheid im Arbeitskreis zu berichten, dem wir uns beugen mussten. Die Gruppe FWN/Budde wird den weiteren Weg jetzt konstruktiv-kritisch begleiten, d.h. wir werden versuchen, bei der Neuplanung zumindest viele der Dinge zu erhalten, die dem Gast und dem Bürger im alten Haus der Insel zugute gekommen sind.

Gegen eine solche Kommentierung Ihres Artikels, Herr Kähler, ist eigentlich nichts einzuwenden. Wenn Sie sich also vehement dagegen wehren, dass der Ratsherr Moroni konsequent seine Meinung vertritt, müssen Sie sich fragen lassen, wem Sie denn als Verfasser solcher Artikel verpflichtet sind? Der breiten Öffentlichkeit oder den Vertretern von Partikularinteressen? Geradezu erschreckend ist Ihre Aussage, „dass Meinungs- und Pressefreiheit eben auch bedeutet, dass Journalisten sich erlauben, Beiträge NICHT zu veröffentlichen“. Dabei kann es sich nämlich nur um Beiträge handeln, die darauf gerichtet sind, unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat zu Fall zu bringen. Eine andere Meinung als die eigene zu bestimmten Sachthemen nicht gelten zu lassen und diese auch gar nicht erst der Öffentlichkeit vorzustellen, erinnert fatal an die Zeiten von Hexen- und Bücherverbrennungen.

Wobei wir beim nächsten Thema wären. Ihre Unterstellung, dass Herr Moroni eine rechtsradikale Zeitung wie die Junge Freiheit unterstützt, ist ein derber journalistischer Fehlgriff. Herr Moroni hat, übrigens nachlesbar, in dieser Zeitung einen Aufruf unterschrieben, der sich gegen grundrechtswidrige Maßnahmen des Verfassungsschutzes wandte, nicht mehr nicht weniger. Ich bin zwar kein Leser dieser Zeitung, habe aber im Internet recherchiert, wer sich denn schon alles von der Jungen Freiheit aus freien Stücken hat interviewen lassen. Darunter übrigens neben zahlreichen Abgeordneten verschiedener Bundestagsparteien auch ein Egon Bahr, dem selbst Sie, Herr Kähler, sicherlich nicht unterstellen werden, rechtsradikale Medien zu unterstützen.

Das war nix, Dirk. Und damit Du nicht auf falsche Ideen kommst: Ich lese auch Kommentare von Menschen, die nicht meiner Meinung sind. Ich lese Zeitungen wie die Zeit, die Frankfurter Allgemeine, die Süddeutsche, den Münchner Merkur usw. – aber auch die „BILD“, dazu den Spiegel und auch die National Geographic. Meinungsvielfalt ist für mich ein Qualitätsbegriff für eine streitbare, tolerante, offene aber auch wehrhafte Demokratie. Ich würde mir sehr wünschen, wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger so wie ich denken. Als Polizist, der seit 42 Jahren im Dienst ist, habe ich von Baader-Meinhoff bis George W. Bush quasi alles erlebt, was den Rechtsstaat mit seinen Errungenschaften gefährdet oder mit Füßen getreten hat. Halte Du Dirk, Dich lieber an die Kriterien der Journalisten, die für die Vergabe eines Pulitzer-Preises gelten. Ich habe Deine Recherchen in der „Norderneyer Rundschau“, die Du zusammen mit Olli Kürten angestellt hast, immer mit großer Sympathie verfolgt. Es waren Sternstunden für Journalistik auf unserer Insel. Deine Ausfälle gegen Hayo Moroni, die offensichtlich persönlicher Art sind, finden dagegen mein absolutes Missfallen.

Es grüßt Dich,

Manfred Plavenieks.

Anmerkung zum angeblich passwortgeschützten Kommentarbereich: Haben wir aus Angst vor anderer Meinung nicht nötig. Wir lassen sie zu! Anmeldung allerdings mit der EIGENEN E-Mail-Adresse, um Missbrauch auszuschließen…

—— Original-Nachricht ——–
Datum: Tue, 24 Nov 2009 09:56:39 +0100
Von: Fischpresse GbR
An: “RA Hayo F. Moroni”
Betreff: Ihr Kommentar auf unserer Internetseite

Herr Moroni,
ich habe Ihren Kommentar von der Seite genommen, weil Mandatsträger in  den Kommentaren auf www.norderneyer-morgen.de nichts zu suchen haben. Meinungs- und Pressefreiheit bedeutet eben auch, dass Jounalisten sich erlauben, Beiträge NICHT zu veröffentlichen.
Zudem habe ich bereits einmal im Norderneyer Morgen darauf hingewiesen, dass Kommentare von Mandatsträgern sowie solche, die nicht der Netikette entsprechen, gelöscht werden. Wohl gemerkt als Reaktion auf einen Kommentar von Ihnen. Schließlich sind wir für die Seite verantwortlich und nicht Sie.

Ihr Verhalten ist schlicht renitent und frech. Darin gefallen sie sich. Das ist Ihr Stil.  Als Unterstützer der vom Verfassungsschutz als rechtsradikal eingestuften Zeitung “Junge Freiheit” kennen Sie sich aber wohl bestens mit Meinungsfreiheit aus.

Ich fänd es aber ehrlich gesagt schön, wenn auch Sie sich an die normalen Wege halten würden, wenn Sie uns etwas mitzuteilen haben: Fax,  E-Mail, Telefon. Nebenbei bemerkt, habe ich mal versucht, einen Kommentar auf der FWN Homepage zu veröffentlichen – spaßeshalber. Dafür braucht man aber ein Passwort. So viel zur Meinungsfreiheit.

Dass Sie meine Erklärung nicht akzeptieren, ist zu erwarten. Schön wäre, wenn Sie diese zumindest verstehen.  Zudem habe ich mich nun deutlich länger mit Ihnen beschäftigt, als ich vorhatte und als es die Sache wert ist. Das ziehe ich beim nächsten Mal ab.

Mit freundlichen Grüßen,
Dirk Kähler.

Fischpresse GbR. Poststraße 1. 26548 Norderney. Fon 04932 99 18 99. Fax 04932 99 18 79
www.norderneyer-morgen.de/www.he-norderney.de/Norderneyer Morgen/Norderneyer-Rundschau/ He! Norderney/ Norderneyer Kompass. Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Sitz der Gesellschaft: Norderney. Geschäftsführung: Dirk Kähler und Anja Pape.